Clooneys „The Ides of March“

Sicher gehört es zum Kalkül, dass der Titel des anlaufenden Clooney Films – „The Ides of March“ – wahrlich diesen Film überleben wird. Aber es ist schon ziemlich peinlich, so spekulativ Wilder oder Shakespeare mitsamt der notorischen Washingtoner U-Bahn-Station anzurufen, nur weil Verrat, Verschwörung, Deals im Politikbusiness sich unschwer als dramatische Normalerscheinungen inszenieren lassen. Der politische Neuigkeitswert ist gleich Null und mit der aktuellen politischen Krisenkonstellation in den USA hat der Film nichts zu tun. Sicher, das liberale Ganze ist solide gespielt und gedreht  – doch halt: in der 73 Minute wankt Ryan Gosling, der wirkliche Hauptdarsteller, gezeichnet vom Tod der Praktikantin im strömenden Regen auf sein Auto zu und bleibt strohtrocken. Vermutlich werde ich mich an nichts anderes mehr erinnern.

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