Bernie hat`s gebracht!

Bernard Sanders ist der neue Senator in Vermont. Er ist der erste US-Senator, der sich als Sozialist bezeichnet. Er gewann hoch gegen den republikanischen Multimillionär Rich Tarrant. Sanders: „We are running against the richest man in Vermont, who will spend more per capita than anyone in the history of the U.S. Senate.“ Amy Goodman hat ein kurzes Profil von Bernie geschrieben und auch die Washington Post bemühte sich.

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Rethinking Marxism (3): Fantasies of Communism…

Debattiert wurde über den Neuen Imperialismus – und Zaghaftigkeit beim Aufrufen des Begriffs war selten zu spüren! Das „Neue“ am Impeiralismus siedelten viele Diskutanten im Bereich der Finanzen und ihrer Verteilung, in der Globalisierung der Mehrwertproduktion und…in der politikstrategischen Aufwertung der politischen Demokratie an. Diese wurde debattiert als praktikabelstes Medium zur Sicherung des Rückflusses der Mittel in das Zentrum einer ansonsten deterritorialisierten Produktion und als adäquates Instrument einer kulturellen Verankerung der Eigentumsrechte. Die globalisierte Präsenz der Zwangsjacke der Eigentumsrechte ist die Basis für politische Integration durch Demokratie; über die offenbare Abnahme der Akzeptanzproduktion und Integrationsleistung politischer Demokratie wurde kaum verhandelt. Wer konkret in den USA im Machtzentrum des amerikanischen Imperialismus steht, war Gegenstand einer umfangreicheren Seminarserie, zu der sich u.a. Doug Henwood, Jonathan Nitzan oder Bob Jessop einfanden. Lag hier der Akzent stark auf der die Tagung immer noch stark prägende Politische Ökonomie, so ging es in anderen Workshops um postkoloniale Zugänge zur Machtanalyse – eine Kombination, die in Deutschland ihresgleichen sucht. „Rethinking Marxism (3): Fantasies of Communism…“ weiterlesen

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Rethinking Marxism (2): The Power of the Left Media

hieß das erste der drei zentralen abendlichen Panels der Tagung mit Liza Featherstone, Shut Jhalley und Trevor Scholz. Featherstone, Autorin in der Nation ebenso wie in der New York Times leitet den fundamentalen Blickwechsel ein, den der Titel der Plenumsdebatte tatsächlich anzeigte: es ging um die real existierende Macht der linken Medien in den USA. Die Bilanz, die sie zog, war das klare Gegenteil der Kultur der Marginalität, des Klagens, des Pessimismus und der Aussichtslosigkeit, welche die Rhetorik linker Medien in Deutschland und Europa ungebrochen durchdringt. „Rethinking Marxism (2): The Power of the Left Media“ weiterlesen

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Falling into Marxism; Choosing to Stay

Erik Olin Wright ist ein spannender linker Soziologe. Spannend, weil seine Publikationen seit Jahrzehnten immer unerwartete Gegenstände, Ideen und Ergebnisse vorführen. Seine Texte sind lohnenswert und lesenswert. Zwei Interviews von 2001 auf seiner Website (u.a. mit Kirby ) die ungewöhnlich viel Texte online stellt, geben Innensichten auf seine Arbeit, die wie kaum eine andere zur marxistischen Arbeit zu den Themen Klassen, Gleichheit und Utopien beigetragen hat. Nun gut, ein bisschen viel Weber oder Offe und Habermas. In dem Band “The Disobedient Generation. Social Theories in the Sixties” skizziert er in einem Beitrag “Falling into Marxism; Choosing to Stay“, der leider nicht online zugänglich ist, biographische Fragmente. Wer die unsäglichen Exhibitionismen 68er Altlinker über sich hat ergehen lassen müssen, die den Einbildungen ihrer Machtkarrieren glaubten unbedingt auch noch Details aus ihrem in aller Regel peinlichen Privatleben hinzufügen zu müssen, dem ist die Lektüre dieses Notizen eine angenehme Abwechslung. Es geht über die Entscheidung, nicht nur den Marxismus zu nutzen, sondern etwas zu ihm beizutragen, um klare Referenzen zu haben, Verantwortlichkeiten gegenüber ganz eigenartigen “peer groups” zu haben, zugleich die Kooptation an die akademischen Versuchungen zu konterkarieren: „Falling into Marxism; Choosing to Stay“ weiterlesen

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Wahlen

Die zentralen Medien und die Bundesregierung heben die Bestätigung der großen Koalition (angesichts der Bildung einer solchen in Sachsen-Anhalt) und der Amtsinhaber “von links” (Rheinland-Pfalz) und “rechts” (Baden-Württemberg) hervor. Als erster Wahlgewinner kann aber klar die CDU gelten, deren Verluste in Rheinland-Pfalz trotz des miserablen Spitzenkandidatens begrenzt war; die SPD hat dort nur geringfügig hinzugewonnen, dramatisch dagegen der Einbruch der SPD in Baden-Württemberg, wogegen die CDU sich vergleichbar mit der SPD in Rheinland-Pfalz stabilisierte, ebenso in Sachsen-Anhalt. In Hessen hat die CDU die SPD weiter geschwächt. In der Konsequenz hat sich in der großen Koalition im Bund das politische Stärkegewicht weiter zur CDU verschoben und die SPD wurde weiter geschwächt, zumal die Landes-SPD in Sachsen-Anhalt, die nun in die Regierung eintreten wird, kaum noch als “Junior”partner gelten kann – sie ist nicht ganz so schwach wie die Regierungs-SPD in Sachsen. Aber fast.
Wie steht es mit der Linken? „Wahlen“ weiterlesen

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Kuba und die Linkspartei

Die hier bereits kurz debattierte Auseinandersetzung um Kuba hat die dort vorausgesagte Sprengkraft. Der Parteivorstand der Linkspartei.PDS fasste am 27. Februar 2006 einen Beschluß. Er heisst: Solidarität mit Kuba. André Brie hat sich, erwartungsgemäß, in einer Weise geäußert, die als weitere Zuspitzung verstanden werden musste (”Die PDS hat kein Verhältnis zu den Menschenrechten“). In mehrfacher Hinsicht ist der Beschluß des Parteivorstandes ein Problem. „Kuba und die Linkspartei“ weiterlesen

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