WM-Invest

Die FAS v. 11.7.10  führte ein Gespräch mit Oliver Bierhoff, der daran erinnerte, warum es sich auszahlt, wenn alle Mesut sagen, wenn es um die „sogenannten Fußball-Millionäe geht“

Es ist immer gut, den Sponsor-Partnern im Rückblick zeigen zu können, dass sich ihre Investitionen in die Nationalmannschaft gelohnt haben. Wenn Adidas 1,2 Millionen Nationalmannschaftstrikots verkauft, dann ist für das Unternehmen damit ein Teil der Werbegelder refinanziert. Im Hinblick auf 2012, wenn die Werbeverträge mit dem Generalsponsor Mercedes-Benz und den meisten Premium-Partnern auslaufen, ist diese WM ein gutes Pfund, um über eine Verlängerung zu verhandeln. „WM-Invest“ weiterlesen

Print Friendly, PDF & Email

Welche politische Krise?

verbirgt sich da eigentlich hinter dem ungewöhnlich politisierten Symbolspektakel der heutigen Wahl zum Bundespräsidenten? Geht es um eine Krise der politischen Klasse? Der Parteien? des Parteienstaates oder gar des Staates? Albrecht von Lucke etwa lässt in seinem wie immer klugen Beitrag in den neuen „Blättern“ 7/10 gleich eine ganze Reihe solcher krisengeschüttelten Gruppen auflaufen. Am Ende ist man sich nicht ganz sicher, wer denn da wie nachhaltig aus der Spur geraten ist. Offenbar geht es nicht nur um einen weiteren kleinen, aber symbolträchtigen Akt in der wohlbekannten „Krise der Repräsentation“, wie sie für das parlamentarische System seit längerem beobachtet wird. Die neuen Standpunkte 22/2010 der RLS gehen der Frage näher nach.

Print Friendly, PDF & Email

Commons

C: In der RLS fand ein Treffen in Sachen linker Commonskonzeption statt. Stefan Meretz hat sehr hilfreiche Intros dazu gemacht und die Debatte der Leute (die sich kannten, aber großteils erstmals sahen) war so, dass wir wir ein nächstes Treffen machen wollen, was will der Mensch mehr. Eine Menge Differenzen waren mit dabei, fein. Gute Aussichten auf meine „Commons“ – Kategorie, die ich bei Einrichtung dieses Blogs einführte, sich endlich zu bewähren…

Print Friendly, PDF & Email

DGB-HampelInnen

Da sind sie wieder, die Hampelmänner und-frauen des DGB. Ist das nicht toll? Der FAS-Traum von der disziplinierten Arbeiterklasse? Der DGB als soziale Kampfmaschine?

DGB-Chef Michael Sommer legte rasch nach: „Der gesellschaftliche Kampf hat gestern begonnen“, wusste er am Dienstag. Und an diesem Samstag schickte er Zehntausende auf die Straße. (Siehe auch: Tausende demonstrieren gegen Sparpaket ) (FAS)

Print Friendly, PDF & Email

Turbulenzen

Jetzt ist auch eine  überarbeitete und aktualisierte Fassung meines Beitrags auf dem Left Forum 2010 erschienen. Der Titel des RLS-Policy Paper 1/2010 lautet „The Turmoil within the Elite, the Course of the Crisis and the Left“.

Print Friendly, PDF & Email

The Masters of the Universe – a great year!

Doug Henwood, der recht beharrlich insistiert, dass die Erholung des US-Kapitalismus begonnen hat, vermerkte schon vor Wochen in seinem unverzichtbaren Blog als ein sehr deutliches Indiz:

Oh, but 2009 was a great year for the masters of the universe! The top 25 hedge fund managers pulled in an average of $1 billion last year. The man at the very top, David Tepper, took home $4 billion. Next up was that great liberal humanist, George Soros, at $3.3 billion. The poor relation at #10, Philip Falcone, hauled in $825 million. The $25 billion that this gang collectively earned would be enough to pay the tuition for about one in five college and university students in the USA. That’s only a hair less what the federal government pays in tuition assistance. Twenty-five guys (all men, by the way). What a country.

Print Friendly, PDF & Email

Ayn Rand

While, outside of America, Russian-born Rand is probably best known for being the unfunniest person western civilisation has seen since maybe Goebbels or Jack the Ripper (63 out of 100 colobus monkeys recently forced to read Atlas Shrugged in a laboratory setting died of boredom-induced aneurysms), in America Rand is upheld as an intellectual giant of limitless wisdom.

Matt Taibbi: Will Goldman Sachs Prove Greed is God?, in: The Guardian 24.4.2010
Print Friendly, PDF & Email

Mist

Aus der entsetzlichen Alternative „Dutschke“ oder „“Robben“ habe ich mich gestern unglücklicherweise falsch befreit: ich versank in der ZDF-Ausstattungskamnmer und erstickte daran. Garniert mit peinsamsten Eitelgerede von Salvatore, Rabehl oder Kraushaar und wenigstens einer Andeutung eines selbstkritischen Satzes von Schmierer. Belanglosen allgemein  bekannten Filmausschnitten, die – wie der ganze Langweilerfilm – komplett politikfrei platziert wurden. Aber eines habe ich gerlernt: der Genosse Rudi war die Vorlage von Robert de Niros Taxi Driver.

Print Friendly, PDF & Email

Notizen zu einem Beitrag für’s Left Forum 2010

Zwei Jahre nach dem offenen Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise konstatieren herrschende Kreise in allen zentralen kapitalistischen Ländern das Ende dieser Krise. Zwar seien die Auswirkungen nicht zu übersehen, doch die Wachstumszahlen würden wieder nach oben zeigen. Die schlimmsten Auswüchse des Finanzmarkt-Kapitalismus seien beseitigt und zugleich sei die Erfahrung gewonnen, wie durch schnelles und entschlossenes staatliches Eingreifen eine Katastrophe verhindert werden konnte.

Tatsächlich ist das antizyklische Agieren der Staaten und ihre Maßnahmen zur sozialpolitischen Abfederung im Vergleich zu der letzten großen Krise viel umfangreicher – und wirksamer. Die aktuelle Stabilisierung der Wirtschaft ist daher nicht auf eine dauerhafte Erholung der Akkumulation des Kapitals zurückzuführen. Sie ist vor allem das Resultat der Konjunkturstimulierung und Stützung des Bankenbereichs durch die Verschuldung des Staates und vieler privater Haushalte. Die Finanzkrise und die Krise der Realwirtschaft sind nicht beendet, verlaufen im globalen Maßstab aber sehr ungleich.

Vieles spricht dafür, dass die Krise einen neu fragmentierten Krisenneoliberalismus hervorgebracht hat, in dem auf längere Zeit hin unterschiedliche Akkumulationsmodelle im Streit liegen. „Notizen zu einem Beitrag für’s Left Forum 2010“ weiterlesen

Print Friendly, PDF & Email

Eine neue Welt des Gemeinsamen:COMMON WEALTH

Vor einem Jahrzehnt spaltete das tausendfach gelesene und zitierte Buch »Empire« von Antonio Negri und Michael Hardt seine Leserschaft. Ihre These: Eine neue politische Ordnung des globalisierten Kapitalismus sei im Entstehen. Die Welt der Nationalstaaten gehe langsam in einem neuen weltumspannenden Empire auf. Ihr kontroverser Rückgriff auf den Begriff des »Imperiums« lenkte den Blick auf die Frage, in welche Richtung sich die internationale Staatenordnung nach 1989 entwickelt. Imperien sind eine grundlegende Institution nicht nur der politischen Moderne. Ebenso wie es sie in vorkapitalistischer Zeit gab und in der Zeit des aufsteigenden Kapitalismus, so gab es sie in der Zeit des Imperialismus. Sie hatten eine Lebenszeit, die viele Nationalstaaten Europas noch nicht erreicht haben. Über zweitausend Jahre charakterisierten sie nicht nur den europäischen Kontinent. „Eine neue Welt des Gemeinsamen:COMMON WEALTH“ weiterlesen

Print Friendly, PDF & Email