SiG

Sand im Getriebe ist mit das Lesenswerteste, was man über die zuweilen ziemliche Website von attac sich besorgen kann – oder als Print. Im Augenblick eine sehr praktische Zusammenstellung in Sachen WSF / Attac / Globalisierung.

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Der erste von Merkels neuer Mannschaft!

Querstreifen! Eine kleine Stilkritik zu Christoph Ahlhaus. Aus dem Hamburger Abendblatt.

Von Maike Schiller 20. Juli 2010, 06:54 Uhr

Hamburg. Bevor einer empört den Leserbriefgriffel zückt: Ja, dieser Text ist vollkommen oberflächlich, selbstverständlich ungerecht und ohne Kenntnis innerer Werte. Schuld ist die WM. Vier Wochen Training, Männerdoppel-Training sozusagen, zwei Herren auf einem Bild und im Kopf eine Stilkritik. Fußballabend für Fußballabend haben Jogi Löw und Hansi Flick in offensiver Lässigkeit ihre leuchtend blauen Strenesse-Pullis hergezeigt, um sie herum eine Runde motivierter Jungspunde. Das verdirbt. Man konnte sich einen kleinen heiteren Moment lang einreden, dass es immer so weitergehen könnte, das neue Deutschland, die nächste Generation, cool, energisch, jung.

Und dann kam Christoph Ahlhaus.  Und ein historisches Foto vom Sonntagmorgen, das den Ole-von-Beust-Nachfolger in Sonntagskluft zeigt. Auch jung. Theoretisch. Auch ein Mitglied der neuen politischen Generation. Theoretisch. Praktisch doch eher: der älteste 40-Jährige Hamburgs.  Zwei Männer auf einem Bild. Einer geht, einer kommt. Einer steht für Vergangenheit, einer für Zukunft. Einer für das, was war, einer für den Aufbruch. Paradox ist bloß: Man sieht es nicht. Der, der nach Metropole aussieht, hat keine Lust mehr. Und der, der nach Delmenhorster Fußgängerzone aussieht, ist das politische Signal.

Mehr – mit Bild! – findet sich dokumentarisch hier zu Christoph Ahlhaus – Querstr…

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WM-Invest

Die FAS v. 11.7.10  führte ein Gespräch mit Oliver Bierhoff, der daran erinnerte, warum es sich auszahlt, wenn alle Mesut sagen, wenn es um die „sogenannten Fußball-Millionäe geht“

Es ist immer gut, den Sponsor-Partnern im Rückblick zeigen zu können, dass sich ihre Investitionen in die Nationalmannschaft gelohnt haben. Wenn Adidas 1,2 Millionen Nationalmannschaftstrikots verkauft, dann ist für das Unternehmen damit ein Teil der Werbegelder refinanziert. Im Hinblick auf 2012, wenn die Werbeverträge mit dem Generalsponsor Mercedes-Benz und den meisten Premium-Partnern auslaufen, ist diese WM ein gutes Pfund, um über eine Verlängerung zu verhandeln. „WM-Invest“ weiterlesen

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Welche politische Krise?

verbirgt sich da eigentlich hinter dem ungewöhnlich politisierten Symbolspektakel der heutigen Wahl zum Bundespräsidenten? Geht es um eine Krise der politischen Klasse? Der Parteien? des Parteienstaates oder gar des Staates? Albrecht von Lucke etwa lässt in seinem wie immer klugen Beitrag in den neuen „Blättern“ 7/10 gleich eine ganze Reihe solcher krisengeschüttelten Gruppen auflaufen. Am Ende ist man sich nicht ganz sicher, wer denn da wie nachhaltig aus der Spur geraten ist. Offenbar geht es nicht nur um einen weiteren kleinen, aber symbolträchtigen Akt in der wohlbekannten „Krise der Repräsentation“, wie sie für das parlamentarische System seit längerem beobachtet wird. Die neuen Standpunkte 22/2010 der RLS gehen der Frage näher nach.

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Commons

C: In der RLS fand ein Treffen in Sachen linker Commonskonzeption statt. Stefan Meretz hat sehr hilfreiche Intros dazu gemacht und die Debatte der Leute (die sich kannten, aber großteils erstmals sahen) war so, dass wir wir ein nächstes Treffen machen wollen, was will der Mensch mehr. Eine Menge Differenzen waren mit dabei, fein. Gute Aussichten auf meine „Commons“ – Kategorie, die ich bei Einrichtung dieses Blogs einführte, sich endlich zu bewähren…

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DGB-HampelInnen

Da sind sie wieder, die Hampelmänner und-frauen des DGB. Ist das nicht toll? Der FAS-Traum von der disziplinierten Arbeiterklasse? Der DGB als soziale Kampfmaschine?

DGB-Chef Michael Sommer legte rasch nach: „Der gesellschaftliche Kampf hat gestern begonnen“, wusste er am Dienstag. Und an diesem Samstag schickte er Zehntausende auf die Straße. (Siehe auch: Tausende demonstrieren gegen Sparpaket ) (FAS)

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Turbulenzen

Jetzt ist auch eine  überarbeitete und aktualisierte Fassung meines Beitrags auf dem Left Forum 2010 erschienen. Der Titel des RLS-Policy Paper 1/2010 lautet „The Turmoil within the Elite, the Course of the Crisis and the Left“.

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The Masters of the Universe – a great year!

Doug Henwood, der recht beharrlich insistiert, dass die Erholung des US-Kapitalismus begonnen hat, vermerkte schon vor Wochen in seinem unverzichtbaren Blog als ein sehr deutliches Indiz:

Oh, but 2009 was a great year for the masters of the universe! The top 25 hedge fund managers pulled in an average of $1 billion last year. The man at the very top, David Tepper, took home $4 billion. Next up was that great liberal humanist, George Soros, at $3.3 billion. The poor relation at #10, Philip Falcone, hauled in $825 million. The $25 billion that this gang collectively earned would be enough to pay the tuition for about one in five college and university students in the USA. That’s only a hair less what the federal government pays in tuition assistance. Twenty-five guys (all men, by the way). What a country.

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Ayn Rand

While, outside of America, Russian-born Rand is probably best known for being the unfunniest person western civilisation has seen since maybe Goebbels or Jack the Ripper (63 out of 100 colobus monkeys recently forced to read Atlas Shrugged in a laboratory setting died of boredom-induced aneurysms), in America Rand is upheld as an intellectual giant of limitless wisdom.

Matt Taibbi: Will Goldman Sachs Prove Greed is God?, in: The Guardian 24.4.2010
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Mist

Aus der entsetzlichen Alternative „Dutschke“ oder „“Robben“ habe ich mich gestern unglücklicherweise falsch befreit: ich versank in der ZDF-Ausstattungskamnmer und erstickte daran. Garniert mit peinsamsten Eitelgerede von Salvatore, Rabehl oder Kraushaar und wenigstens einer Andeutung eines selbstkritischen Satzes von Schmierer. Belanglosen allgemein  bekannten Filmausschnitten, die – wie der ganze Langweilerfilm – komplett politikfrei platziert wurden. Aber eines habe ich gerlernt: der Genosse Rudi war die Vorlage von Robert de Niros Taxi Driver.

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Notizen zu einem Beitrag für’s Left Forum 2010

Zwei Jahre nach dem offenen Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise konstatieren herrschende Kreise in allen zentralen kapitalistischen Ländern das Ende dieser Krise. Zwar seien die Auswirkungen nicht zu übersehen, doch die Wachstumszahlen würden wieder nach oben zeigen. Die schlimmsten Auswüchse des Finanzmarkt-Kapitalismus seien beseitigt und zugleich sei die Erfahrung gewonnen, wie durch schnelles und entschlossenes staatliches Eingreifen eine Katastrophe verhindert werden konnte.

Tatsächlich ist das antizyklische Agieren der Staaten und ihre Maßnahmen zur sozialpolitischen Abfederung im Vergleich zu der letzten großen Krise viel umfangreicher – und wirksamer. Die aktuelle Stabilisierung der Wirtschaft ist daher nicht auf eine dauerhafte Erholung der Akkumulation des Kapitals zurückzuführen. Sie ist vor allem das Resultat der Konjunkturstimulierung und Stützung des Bankenbereichs durch die Verschuldung des Staates und vieler privater Haushalte. Die Finanzkrise und die Krise der Realwirtschaft sind nicht beendet, verlaufen im globalen Maßstab aber sehr ungleich.

Vieles spricht dafür, dass die Krise einen neu fragmentierten Krisenneoliberalismus hervorgebracht hat, in dem auf längere Zeit hin unterschiedliche Akkumulationsmodelle im Streit liegen. „Notizen zu einem Beitrag für’s Left Forum 2010“ weiterlesen

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