Exodus

Vier Millionen Irakis mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen – eine/r von sieben. Jede/r zweite ist mittlerweile auf der Flucht und hat das Land verlassen. In Jordanien (mit 6 Millionen EInwohnern) sind 750 000 Flüchtlinge aus dem Irak. In Syrien, das eine Bevölkerung von 19 Millionen hat, gibt es 1,2 Millionen Flüchtlinge. Jordanien hat nun die Aufnahme von Männern im Alter zwischen 17 und 35 verweigert. Andere willige Staaten haben die Grenzen völlig dicht gemacht (Kuweit); Saudi Arabien baut einen Grenzzaun für 7 Mrd $, um die Irakis draussen zu halten.

Und dann gibt es noch die USA. Sie haben seit Kriegsbeginn – 500 (“fünfhundert”) – Flüchtlinge aufgenommen. (IHT 23.4.2007 S.8)

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Welt Foto Wettbewerb

Einige Gewinnerbilder des hochrangigen, high-level (man betrachte nur die Copyright-Bestimmungen!) World Press Photo Contest 2007 gingen vor ein Paar Tagen durch die Medien – vor allem das Siegesphoto schicker junger Libanesen und Libanesinnen, die mit Fotohandy, Sun Glasses und zugehaltener Nase im roten offenen Cabriolet Zerstörungstourismus praktizierten. Nun scheint der Wettbewerb – sieht man von der irrelevanten Sportkategorie ab (Zidane, vorher und nachher!) – auf den ersten Blick seit jeher gar nicht so weit von der Gefühlslage der knipsenden Handyfrau entfernt zu sein. Doch dieser Eindruck dürfte irren. Durchgängig bilden die Fotos menschengemachte Gewalt, Krieg, Elend, Verzweiflung, Verkrüppelung, Mord ab. Ausnahmslos.

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Iraq Study Group

Ein paar Details des Berichts sind wirklich zitabel: “Iraqi police cannot control crime, and they routinely engage in sectarian violence, including the unnecessary detention, torture, and targeted execution of Sunni Arab civilians.”

Oder, wie Hendrik Herzberg im New Yorker vom 18.12.2006 formuliert: “We are told, for example, that “a continuing Iraqi commitment of American ground forces at present levels will leave no reserve”—none—“available to meet other contingencies,” including urgently needed reinforcements in Afghanistan. We are told that, five years after the 9/11 attacks, our one-thousand-strong Embassy in Baghdad has just six fluent speakers of Arabic, plus twenty-seven who aren’t fluent. (As the Report does not mention, fifty-five Arabic language specialists have been cashiered from the military for being gay.) And we are told that while eleven hundred attacks took place one day last July, the number officially reported was ninety-three, because “information is systematically collected in a way that minimizes its discrepancy with policy goals.””

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Terror und Komplizenschaft

Long Sunday berichtet, dass in Australien Studierenden, die zur Frage des Terrors forschen, empfohlen wurde, ihre Ergebnisse doch kurz mal durch die Sicherheitsorgane checken zu lassen. Ein Forscher gab sein Projekt trotz Finanzierung auf. Komplizenschaft ist der Gedanke.

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Lügen und Wahrheiten

Mother Jones hat eine sehr schöne Chronik der “Lügen” über den Irak-Krieg von August 1999 bis März 2003 publiziert und verspricht, sie weiterzuschreiben.
Harpers publiziert ein Gespräch mit Gordon Adams über die Kosten der Bush-Kriege. Adams vermerkt u.a. auf die Frage ” How much money has the United States spent fighting the wars in Iraq, Afghanistan, and the broader war on terrorism, and how much more can we expect will be allocated over the foreseeable future?”: „Lügen und Wahrheiten“ weiterlesen

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Krieg gegen den Terror – ein Witz

Dass sich hinter dem “Krieg gegen den Terror” diverse andere Dinge verbergen (Ressourcenkrieg, strategische Positionierung der USA als imperiale Globalmacht, Stärkung der amerikanischen Rechten als Hauptkraft der internationalen Rechten) ist bekannt. Daher wird der “Krieg gegen den Terror” als Vorwand genommen und erst gar nicht gefragt, welchen Effekt er eigentlich hat. Die New York Review of Books hat am 9.3.2006 danach gefragt, was denn eigentlich bei dem milliardenschweren Unternehmen bisher rausgekommen ist. Ein paar Ergebnisse: „Krieg gegen den Terror – ein Witz“ weiterlesen

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