{"id":3293,"date":"2016-06-23T16:16:49","date_gmt":"2016-06-23T16:16:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/?p=3293"},"modified":"2016-09-12T10:39:22","modified_gmt":"2016-09-12T10:39:22","slug":"krys-1935-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/?p=3293","title":{"rendered":"Krys, 1935-2016"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3299\" aria-describedby=\"caption-attachment-3299\" style=\"width: 197px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/At-Work.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3299\" src=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/At-Work-225x300.jpg\" width=\"197\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/At-Work-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/At-Work.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3299\" class=\"wp-caption-text\">At Work<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hans J\u00fcrgen Krysmanski, am 27. Oktober 1935 in Berlin geboren, ist am 9. Juni 2016 gestorben. Vor zwei Jahren hat er verschmitzt mit seinem schmalen <em>Die letzte Reise des Karl Marx<\/em> \u00fcber ein Lebensende getextet, eine historische social fiction. Sein letztes Buch. Sein Leben lang zog er an vielen F\u00e4den des Endes des Kapitalismus, von denen neuerdings so viel die Rede ist. Er mochte das \u201cAlways <em>historicize<\/em>!\u201d (Fredric Jameson) mit Leuten, Worten, Bildern, das &#8222;cognitive mapping&#8220; mit den gro\u00dfen Themen und Theorien, wilden Fantasien und neugierigen Assoziationen \u2013 den Utopien, Sozialismen, den K\u00e4mpfen der Linken, der reflexiven, radikalen, dissenten, au\u00dfenseiterischen, n\u00fctzlichen, hilfreichen, materialistischen Wissenschaft, der Science Fiction also, den Produktivkr\u00e4ften und der Hightech, den Big Data und Netzen und den TV-Medien, dem Gewalt-, Kriegs- und R\u00fcstungskapitalismus mitsamt seinem m\u00f6rderischen Milit\u00e4r-Industrie-Komplex, der globalen Attraktion des ungeheuren American Empire, endlich der Machtstrukturforschung von unten \u00fcber oben mit dem Fokus auf Eigentumsmacht, Reichtum und der Geopolitik planetarer Imperialit\u00e4t.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/68-e1466699589486.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3298 alignleft\" src=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/68-e1466699589486-300x218.jpg\" alt=\"68\" width=\"277\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/68-e1466699589486-300x218.jpg 300w, https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/68-e1466699589486-768x558.jpg 768w, https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/68-e1466699589486-1024x744.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 277px) 100vw, 277px\" \/><\/a>Krys promovierte 1961 bei Helmut Schelsky \u00fcber \u201eDie utopische Methode. Eine literatur- und wissenssoziologische Untersuchung deutscher utopischer Romane des 20. Jahrhunderts\u201c und schlie\u00dft: \u201eEinem sozialen Denken, das am status quo, dem &#8222;illusion\u00e4rsten alIer Ziele&#8220;, klebt, hilft die utopische Spekulation so auf die Beine; sie lehrt es gehen in einer Welt, die bereits zu rasen beginnt.\u201c Er war Mitarbeiter an der Sozialforschungsstelle Dortmund, sodann w\u00e4hrend des Jahres 1964 inKolumbien als Gastdozent an der Universidad Nacional in Bogot\u00e1. Dem counter insurgency program der USA fiel 1965 sein Mitdozent und Freund, der katholische Priester und Revolution\u00e4r Camilo Torres, zum Opfer. \u201eDamals begann ich Marx ernsthaft zu lesen, um zu verstehen, was da geschah (\u2026) Ich war, wie fast alle Linken damals, ein bunter Vogel, ich war unab\u00e4nderlich anti-autorit\u00e4r gestimmt. So konnte ich mir den Marxismus, wider alle Dogmatik und Orthodoxie, so frei und auch eklektisch aneignen, wie Marx selbst seine Wissenschaft betrieben hatte. Und so und nicht anders bin ich an Marx h\u00e4ngengeblieben.\u201c Dann bis 1966 Lehrstuhlassistent bei Schelsky, habilitierte er bei ihm 1967 f\u00fcr das Fach Soziologie \u2013 da war er freilich schon \u201ezunehmend in radikale Politik involviert\u201c (so h\u00f6flich seine biografischen <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/krys.htm\">Notizen<\/a>). <em>Wissenschaft als Au\u00dfenseitertum<\/em> betitelte er einen Beitrag, dessen Erscheinen im high-science-konservativen Jahrbuch f\u00fcr Sozialwissenschaft (3\/1966) doch erstaunte. Solche wie Dankwart Danchwerts, Lars Clausen oder Kai Tjaden geh\u00f6rten zu dieser Spezies.\u00a0 Ihn brachten auf den Weg zum marxistischen Au\u00dfenseiter in der Soziologie brachten ihn vor allem neben seinen Erfahrungen in den USA und Lateinamerika die Kontakte mit der machtbewussten Soziologie der Schelsky, Gehlen und Freyer, die sich auskannten, wenn sie von Macht redeten oder \u00fcber sie schwiegen. F\u00fcr Krys geh\u00f6rte das Interesse an den Reichen und M\u00e4chtigen zu seiner Entscheidung, Soziologe zu werden. Die Soziologie dieser Zeit freilich war eine Mittelschichtenveranstaltung, die gesch\u00e4ftig diese selbst und die Unterklassen betrachtete, mit der herrschenden Klasse jedoch einen Nichtangriffspakt eingegangen war. Immer wieder zitierte Krys aus der Rede von Martin Nicolaus auf einer Tagung der American Sociological Association im August 1968 zur \u201eFat-Cat Sociology\u201c: \u201eThat is to say that the eyes of sociologists, with few but honorable (or honorable but few) exceptions, have been turned downward, and their palms upward.\u201c In der Regel wusste sie gar nicht, dass es so etwas gibt. F\u00fcr sie h\u00f6rte die Sozialstruktur mit der oberen Mittelschicht auf. Sie sah sie nicht einmal, die 0, 1 %. Gerade die bundesdeutsche Soziologie war hier eine \u201everstummte Soziologie&#8220; (Krysmanski). \u201eElite\u201c, so zitierte er h\u00e4ufig Carl Schmitt, \u201esind diejenigen, deren Soziologie niemand zu schreiben wagt.\u201c Und wer diese 0.1 % als kritischer Soziologe und marxistischer Au\u00dfenseiter und in einem Dutzend radikaler Organisationen und Zeitschriften des linken Fl\u00fcgels thematisierte, galt bei Fachkollegen wie Erwin K. Scheuch als \u201eKommunistenfreund\u201c.<\/p>\n<p>Berufen in der kurzen Zeit der linken Offensive, war Hans J\u00fcrgen Krysmanski von 1971 bis 2001 Hochschullehrer f\u00fcr Soziologie am Institut f\u00fcr Soziologie der Universit\u00e4t M\u00fcnster. Er publizierte weit \u00fcber 100 Langtexte, keine Wei\u00dfwaschliteratur. Auff\u00e4llig auch sein wunderbar wirres Beziehungsnetzwerk (siehe etwa die Festschrift <a href=\"http:\/\/d-nb.info\/949726125\/04\"><em>Soziologische Ausfl\u00fcge<\/em><\/a> zum 60. Geburtstag, 1996) oder die zuweilen sehr sp\u00f6ttisch bemalten Zettel, die sein Klassenkampfhandwerk in Forschung, Lehre, Vortr\u00e4gen, Seminaren und Debatten begleiteten.<\/p>\n<p>In den 90ern transformierte er sich f\u00fcr ein Jahrzehnt zus\u00e4tzlich zum \u201esoziologischen Filmemacher\u201c (Krys). Er agierte als Autor und Regisseur von acht gr\u00f6\u00dferen Dokumentarfilmen bei Spiegel TV, WDR und NDR, die den Spuren des globalen kapitalistischen Triumphzugs und der geopolitischen \u00c4sthetik der neuen weltgesellschaftlichen Klassenverh\u00e4ltnisse folgten \u2013 \u00fcber die Abwicklung der Interflug, Heiner M\u00fcllers Ostberlin, den russischen Milit\u00e4r-Industrie-Komplex, Amerikas Zugriff auf Sibirien, deutsch-deutsche Geheimdiplomatie vor der Wende, Alexander Rudzkoi und der Moskauer Coup 1993. Zeitweise kam damals sein Wortschatz nicht mehr ohne die Rede vom\u00a0 \u201eStoryboard\u201c aus. Noch rund ein Jahrzehnt sp\u00e4ter entwickelte er mit strahlenden Augen an einem langen Nachmittag der Villa Rossa unter den Steineichen der Villa Palagione bei Volterra die Grundrisse eines Storyboards f\u00fcr einen Hollywood-Blockbuster \u00fcber den 4. Band des Kapitals. Jahre danach (2005) wurden hieraus mehrere Versionen eines coolen Drehbuchs <em>F\u00fcnf Tage im Leben von Karl Marx<\/em> (gemeinsam mit Karl Philip Lohmann). Zahlreiche\u00a0 B\u00fccher (wie <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/popscience-online\/krysmanski-popscience.pdf\"><em>Popular Science<\/em><\/a>), Aufs\u00e4tze und Forschungsprojekte zur Massenkultur waren der gesellschafts-, medien- und kulturanalytische Spin-off dieses Turns zu den bewegten Bildern. In ihnen kumulierte als Text, was bildseitig eine lebensgeschichtliche Pr\u00e4senz hatte von heimischen Privatgem\u00e4lden \u00fcber die Schaubilder und Schemata seines historisch-materialistischen <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/pk-pv-planungsschema\/kategorialerzusammenhang.htm\"><em>Histolabiums<\/em><\/a> und eine respektvolle, ironisch-neugierige Begeisterung f\u00fcr die\u00a0 <a href=\"http:\/\/bureaudetudes.org\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Worldgov2004nb.pdf\">Weltregierungsbilder<\/a> des Bureau d\u2019Etudes oder Mark Lombardis <a href=\"http:\/\/www.pierogi2000.com\/artists\/mark-lombardi\/\">Diagrammen<\/a> bis hin zu seinem\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/global-texte\/g-a\/05-krys-powerstructure.htm\">Ringmodell der Machteliten<\/a> im <a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/milliardaere-krysmanski.html?p=76&amp;n=info\"><em>0,1 %. Das Imperium der Milliard\u00e4re<\/em><\/a> und einer hierzulande wohl einmaligen zwei Jahrzehnte \u00fcberdauernden (post-)professoralen Homepage-Bastelwebpr\u00e4senz an der Universit\u00e4t M\u00fcnster, an der sich heute noch die langen Browserwellen von Gopherspace zu Mosaic, Netscape und Mozilla ablesen lassen. Seine dortige <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/krysmanski\/\">Webkompilation <\/a>in Sachen herrschender Klasse und Reichtum sucht ihresgleichen. Die Idee des Ganzen war: Eine Politik <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/s-texte\/dgskrys.htm\">soziologischer Imagination<\/a> m\u00fcsse als Verdichtung kultur\u00f6konomischer Kompetenz und geopolitischer \u00c4sthetik zur Bildung eines radikal anderen Blicks auf die eine Welt des imperialen Kapitalismus beitragen und, weiterreichender noch, zu den Zukunftsahnungen von allgemeiner Arbeit und allgemeiner Geldware trete nun noch das Internet als Instrument und Form einer allgemeinen Vermittlung, also als Medium der Vergesellschaftung, das auch neue M\u00f6glichkeitsr\u00e4ume schaffe. \u201e<em>Es geh\u00f6rt eben<\/em>\u201c, meinte er r\u00fcckblickend zum Neubeginn seiner soziologischen Imagination der postmodern-neoliberalen Macht anfangs der 00er Jahre, \u201e<em>auch zum Power Structure Research, dass er Spa\u00df machen kann oder sonst wie in Kultur \u00fcbergeht<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Er s<a href=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/Soziologie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3297 alignright\" src=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/Soziologie-225x300.jpg\" alt=\"Soziologie\" width=\"178\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Soziologie-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Soziologie.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 178px) 100vw, 178px\" \/><\/a>chrieb anhaltend in der <em>Utopie kreativ (konkret), LuXemburg, Z, Argument, Wissenschaft und Frieden<\/em>, den <em>Bl\u00e4ttern u.a., <\/em>lange Zeit auch im Pahl-Rugenstein-Verlag. Er war Autor, oft auch Mitherausgeber oder Beiratsmitglied, etwa im Wissenschaftlichen Beirat des Instituts f\u00fcr marxistische Studien und Forschungen. Er vers\u00e4umte nie, unter seinen Organisationsmitgliedschaften neben der Rosa Luxemburg Stiftung, dem wissenschaftlichen Beirat von attac oder dem Bund demokratischer WissenschaftlerInnen\u00a0 auch seine komplett unhonorige Mitgliedschaft im Pr\u00e4sidium des Weltfriedensrates und in der Weltf\u00f6deration der Wissenschaftler hervorzuheben. Schlie\u00dflich geh\u00f6rte Krysmanski beispielsweise zu den \u201e<a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=mU1k5mM4r4AC&amp;pg=PA131&amp;lpg=PA131&amp;dq=Krysmanski+SED&amp;source=bl&amp;ots=oimMK7zcfM&amp;sig=FI48T-w9X7dqCr9fK7esxYVQcHo&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=0ahUKEwingqnn1KTNAhWGSBQKHa38ANgQ6AEIIzAB#v=onepage&amp;q=Krysmanski%20SED&amp;f=false\">nachweisbar<\/a>\u201c 21 westdeutschen und westberliner \u201cKommunisten und SED-Sympathisanten\u201c, die als Besucher mindestens einer Veranstaltung der DDR-Akademie f\u00fcr Gesellschaftswissenschaften in den 80ern identifiziert werden konnten.<\/p>\n<p>Ab 2013 erweckte er \u00fcbrigens zumindest mir gegen\u00fcber den Eindruck, sich von seinem \u00fcber Jahre hinweg nicht mehr bewegten uralten <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/hjk\/krys-moen-s.jpg\">Mercedes<\/a> getrennt zu haben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/Krys-verl\u00e4sst-das-Empire.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3309 alignleft\" src=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/Krys-verl\u00e4sst-das-Empire-300x225.jpg\" alt=\"Krys verl\u00e4sst das Empire\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Krys-verl\u00e4sst-das-Empire-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Krys-verl\u00e4sst-das-Empire.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wer mit Krys zu tun hatte, entdeckte bei allen seinen Neubeginnen ein paar lebenslange Kontinuit\u00e4ten. Das Ende des Zweiten Weltkriegs erlebte seine Familie in Salzburg, wo er erstmals mit Amerikanern in Kontakt kam. In dem s\u00fcdhessischen Dorf in der amerikanischen Zone, in das sie dann kamen, setzte sich das fort. Im Unterschied zu vielen anderen sp\u00e4ter linksorientierten Wissenschaftlern gelangte er dann als Siebzehnj\u00e4hriger 1952\/53 in das Sch\u00fcleraustauschprogramm des US-Hochkommissariats (HICOG) zuerst nach Detroit und sp\u00e4ter in die Kleinstadt Mancelona (Michigan). Neben der kulturellen Erfahrung von Leichtigkeit und Offenheit tauchen in einer seiner wenigen publizierten <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/erlebtegeschichten\/krysmanskihans102.html\">Erinnerungen<\/a> an diese Zeit Stichworte wie Reichtum, Provinzialit\u00e4t, Rassismus oder die schiere Gr\u00f6\u00dfe des Landes auf, die seitdem die USA f\u00fcr ihn \u201ein jeder Hinsicht\u201c zu einer \u201ezentrale Gr\u00f6\u00dfe\u201c werden lie\u00dfen. In den folgenden sechs Jahrzehnten l\u00e4sst er von dieser \u201ezentralen Gr\u00f6\u00dfe\u201c nicht mehr ab. Das betrifft die USA und ihre imperiale Macht in der Welt als Gegenstand sozial- und kulturwissenschaftlicher Analyse und die verschiedensten Sparten der Reflexion gleicherma\u00dfen, die das m\u00e4chtigste national-globale Wissenschaftssystem seit dem Zweiten Weltkrieg und danach produzierte, das wie kein anderes getragen war von Milit\u00e4r und Kapital. Er reist h\u00e4ufig in die USA und nach Kanada und f\u00fchrt dazu Dutzende Lehrveranstaltungen durch. Seine in den 60er und 70er Jahren u.a. mit K. H. Tjaden ausgearbeitete historisch-materialistische Gesellschaftsanalyse theoretisiert globale Konfliktstrukturen immer wieder am Exempel der USA, und bei seiner Rezeption des damals kleinen, aber wachsenden kritischen\u00a0 Strangs der US-Soziologie wird die 1956 publizierte <em>Power Elite<\/em> von Charles Wright Mills zu einem zentralen Initialtext f\u00fcr die Entwicklung seiner zahlreichen Beitr\u00e4ge zur Klassen- und Machtanalyse, in denen er sukzessive die Vermittlung von Milit\u00e4r-Industrie- und Geldmachtkomplex herausarbeitete. Ihm ging es nicht um das eine als Territorialstaat USA fixierte kontinentalkapitalistische Amerika, sondern auch um das andere Amerika des Americanism, in dessen Kern die \u201e<em>amerikanische Partei<\/em>\u201c (Arrighi) und ihre Vektoren standen und stehen, \u00fcber welche Elemente des US-Staates und der amerikanischen Zivilgesellschaft und \u00d6konomie sich in die Welt bewegen \u2013 als American Empire eben. Auf dieser Grundlage hat er \u2013 bis zum hartn\u00e4ckigen Verfolg zuweilen skurrilster Abweichler aus den Reihen der US-ruling class \u2013 versucht, ein realistisches Bild von der Stabilit\u00e4t und Reichweite wie den historischen Grenzen dieser \u201ezentralen Gr\u00f6\u00dfe\u201c im planetar globalisierten Kapitalismus zu bekommen. Daher begegnete er der flinken Manier zur zyklischen Beschw\u00f6rung des US-Decline, die sich zuletzt im vergangenen Jahrzehnt auch hierzulande ausbreitete, mit anhaltender Skepsis und Vorsicht. Beides einzeln und zusammen, die kritische Gegenstandsanalyse und die Aufnahme und Bearbeitung vor allem strategisch-reflexiver Ideen und Konzepte in den USA und den machtf\u00e4hig platzierten Denkorten in der Welt, wo sich \u201eAmerika\u201c fand, seine Perspektive insertierte und herrschte, ist im universit\u00e4ren Milieu bis heute eine Ausnahme geblieben.<\/p>\n<p>Und es gab noch eine verl\u00e4ssliche, z\u00e4he, bestimmende Kontinuit\u00e4t. Das war der ganz gro\u00dfe Frieden \u2013 nicht der private, der soziale oder der kriegerische, nicht der kleine Frieden auf Zeit und Gelegenheit, sondern der voraussetzungsvolle Frieden, dem die Alternativen zu sich selbst ausgegangen sind \u2013 also das, was einst als Keim der b\u00fcrgerlichen Revolution in die Welt kam als positiver Friede und als \u201e<em>Projet pour rendre la paix perp\u00e9tuelle en Europe<\/em>\u201c (Charles Iren\u00e9e Castel de Saint-Pierre, 1713). Auch bei diesem zweiten Lebensthema hatte Krys gleich mehrere F\u00e4den am Wickel: die Produktivkraft Wissenschaft, bei der es ankn\u00fcpfend um Kriegs- und Friedensursachenforschung ging, oder die Rekonstruktion der Friedensutopien und der Traditionen oder Begr\u00fcndungen einer friedlichen Soziologie, die er in <em>Soziologie des Konflikts<\/em> (1971) und seinem herausragenden politischen Bildungsbuch <em>Soziologie und Frieden<\/em> (1993) dabei ganz beil\u00e4ufig als \u201e<a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/arcdoce\/texts\/ww00in.html\">Umw\u00e4lzungswissenschaft<\/a>\u201c konzipierte. Eine tiefe Abneigung gegen Gewalt trieb ihn voran. Seine friedenswissenschaftlichen und -analytischen Texte kamen der in den 80ern entstehenden Friedensbewegung mit ihren starken wissenschaftlichen Abteilungen vor allem aus den Natur- und Sozialwissenschaften, der Medizin und Informatik lange zuvor. Also zu sp\u00e4t, da im Medienmarkt l\u00e4ngst abgelegt, um noch breit rezipiert zu werden. Seine Texte \u2013 und ihr Verfasser \u2013 waren aber in den dortigen Aktivistengruppen und ihren neuen Think Tanks und Publikationen \u00fcber ein Jahrzehnt immer wieder pr\u00e4sent. Die paar Dutzend linker Soziologen freilich, die in Berlin, Kassel, Frankfurt, Marburg, Bremen oder eben auch M\u00fcnster damals zwar ihre mittlerweile marxistische bzw. historisch-materialistische Disziplinkritik in B\u00e4nden wie\u00a0 <em>Soziologie und Praxis<\/em> (1979) oder <em>Die Krise in der Soziologie<\/em> (1975) zu Geh\u00f6r bringen konnten \u2013 wobei Krys die initiierende Schl\u00fcsselfigur war \u2013 konnten diese Kritik (sieht man von der Arbeits- und Industriesoziologie ab) in der Soziologie, ihren hegemonialen Fachmedien oder in der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziologie bestenfalls in Spurenelementen institutionalisieren \u2013 das \u00e4nderte sich erst wieder auf ganz anderen Feldern in den 00er Jahren. Fachlich und fachpolitisch aber legten sie die Friedens-\/Kriegsfrage ad acta \u2013 eine der wenigen Ausnahmen war eine Handvoll Soziologen in M\u00fcnster und auch Marburg. Vielleicht hielt auch deshalb die von Krysmanski in den 90ern \u2013 mit ein paar zus\u00e4tzlichen Euros im gesch\u00e4tzten Gegenwert des Notlandefallschirms einer milit\u00e4rischen Minidrohne ausgestattete \u2013 Arbeitsstelle <em>Peace and Conflict Studies<\/em> (PeaCon) bis etwa 2003 durch. Bei genauerem Hinsehen freilich findet sich im partei- und bewegungspolitischen Raum und Umfeld der Friedensbewegung bis Mitte der 90er Jahre eine ganze Reihe j\u00fcngerer organischer Intellektueller, die aus diesem linken sozialwissenschaftlichen Milieu kamen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/Gegenmacht-in-der-Palagione.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3300 alignleft\" src=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/Gegenmacht-in-der-Palagione-225x300.jpg\" alt=\"Gegenmacht in der Palagione\" width=\"234\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Gegenmacht-in-der-Palagione-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Gegenmacht-in-der-Palagione.jpg 486w\" sizes=\"auto, (max-width: 234px) 100vw, 234px\" \/><\/a>Je klarer aber in der Reagan-Zeit und der folgenden langen Bush\/Clinton\/Bush-\u00c4ra das neue imperiale Kriegertum der USA und der von ihr dominierten NATO geopolitisch expandierte, desto mehr r\u00fcckte f\u00fcr ihn ein anderes Thema vollends in den Vordergrund. In seiner Einleitung zu Popular Science schreibt Krys: das \u201e<em>soziologische Hauptthema nach dem Ende des Kalten Krieges ist aus meiner Sicht das Thema \u201aMacht und Herrschaft in der Postmoderne<\/em>\u2019\u201c, also auch im Sp\u00e4t- oder Hyperkapitalismus. Das von ihm erstmals wohl schon Ende der 60er Jahre angerufene \u201cpower structure research\u201c hat \u00fcber vier Jahrzehnte hinweg seine Gesellschaftsperspektive immer nachhaltiger fokussiert. Seit der Jahrhundertwende dominierte sie. Sie ist die dritte Kontinuit\u00e4t, an die hier zu denken ist. Und sie ist \u00fcbrigens und im leichten Unterschied zu den erstgenannten Leitideen zum American Empire und dem gro\u00dfen Frieden geradezu komplett bev\u00f6lkert von M\u00e4nnern: den C. Wright Mills, G\u00f6ran Therborn, William Domhoff, Ferdinand Lundberg, Dieter Klein oder Val Burris. Um Abweichungen abzuz\u00e4hlen, reicht eine Hand aus. Nicht nur die Macht, sondern auch ihr Lob und ihre Kritik sind bis heute das Kerngesch\u00e4ft des Patriarchats.<\/p>\n<p>Noch in der letzten Maiwoche am\u00fcsierte Krys sich ziemlich h\u00f6hnisch \u00fcber Dr. Eric Schmidt (\u201e<em>It\u2019s a delight to be here and welcome to our 2016 Shareholder Meeting. My name as you know is Eric Schmidt, I\u2019m the Executive Chairman of Alphabet<\/em>\u201c \u2013 von Google plus also). Schmidt hatte das zweite <a href=\"http:\/\/www.furtherfuture.com\/\">Further Future<\/a> Festival \u201eBurning Man for the 1%\u201c beehrt und kommentiert: \u201c<em>It\u2019s well documented that I go to Burning Man. The future\u2019s driven by people with an alternative world view. You never know where you\u2019ll find ideas.<\/em>\u201d Der Guardian hatte schon \u00f6fters \u00fcber dieses unfasslich <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/culture\/burning-man-festival\">j\u00e4mmerliche<\/a> Partyevent in der W\u00fcste bei Las Vegas berichtet, das sich dem tollen neuen Trend der \u201etranformational festivals\u201c zurechnete. Das k\u00f6nne, so spottete Krys, der lang erwartete transformationstheoretische Durchbruch gewesen sein, den die Linke mal wieder verschlafen habe, schlie\u00dflich sei das Future-Festival seit ein paar Wochen schon Vergangenheit. Wieder einmal zeige sich, wie schwer die Umkehr des flotten Satzes von Evgeny Morozov sei: \u201e<em>Wozu braucht man die Linke, wenn man Google hat?<\/em>\u201c Solcher Spott hatte seinen Grund: Der Google-Konzern war f\u00fcr Krys ein herausragendes Exempel der Verkn\u00fcpfung von blindw\u00fctiger, gef\u00e4hrlicher Innovation mit dem Aufbau der Macht der neuen, privaten Souver\u00e4ne, einem imperial-planetaren Zugriff und fantastischen M\u00f6glichkeitserweiterungen nicht nur des Kapitals. Und die Eric Schmidts dieser Welt waren seit Jahrzehnten sein Sujet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/nullkommaeins.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3302 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/nullkommaeins-225x300.jpg\" alt=\"nullkommaeins\" width=\"244\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/nullkommaeins-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/nullkommaeins-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/nullkommaeins.jpg 864w\" sizes=\"auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2012 erschien sein Buch 0,1 Prozent. Das Imperium der Milliard\u00e4re, ein Res\u00fcmee seiner Arbeit an dem Power Structure Research. Der Band verst\u00f6\u00dft hartn\u00e4ckig gegen \u00fcbliche und bew\u00e4hrte Tabus auch der Linken, deren erstes Manko ein nur auf den ersten Blick nachvollziehbares Desinteresse an der Analyse der herrschenden Klassen ist \u2013 schlie\u00dflich ist sie keine Zielgruppe im politischen Tagesgesch\u00e4ft. Doch hier sprudeln auch Stories und News aus Richistan. Und mehr. Gegen die neue Bl\u00fcte der Verschw\u00f6rungstheorien setzt der Text eine \u00dcberarbeitung der Klassentheorie und der Theoretisierung der \u201eherrschenden Klasse\u201c, die von ihrer Bindung an die Moderne, den Nationalstaat und die Ignoranz der Ausbildung einer eben postmodernen Weltgesellschaft befreit werden m\u00fcsse. Vor allem aber holte er mit Verve die Frage des Reichtums wieder in die marxistische Kapitalismus-, Kapital- und Klassentheorie zur\u00fcck. Wer von herrschender Klasse rede, d\u00fcrfe von ihrem strukturierenden Zentrum im Kapitalismus der Postmoderne nicht schweigen: dem Komplex der Geldmacht, dem Ort der Privatesten des Privaten und der anderen, neuen, globalen Souver\u00e4nit\u00e4t: \u201e<em>Souver\u00e4n ist, wer \u00fcber die Geldmacht verf\u00fcgt<\/em>.\u201c Dieser eine Ort des Reichtums ist immer ein Ort des Eigentums und ein Auffangbecken f\u00fcr die akkumulierten Werte. Er zieht gleichsam wie ein schwarzes Loch das rasend fluktierende, fluide und sozial veruneinheitlichte Geld der Welt an sich, verwandelt es st\u00e4ndig in Verwertungsmacht und personifiziert es in eine planetar operierende Klassenmacht. Um die soziale Verfassung ihrer Akteursgestalt und Binnenstruktur zu fassen, ist f\u00fcr ihn ein R\u00fcckgriff auf neu entworfene, aber alte und hierzulande oft zu Recht in der Wissenschafts- und Politiklinken tabuisierte Begriffe wie Oligarchie, Plutokratie (klassisch: Herrschaft des Reichtums), Direktorat oder die \u201e<em>Ringburg<\/em>\u201c (einer quasi refeudalisierten Struktur) sinnvoll. Sie beschreiben ja die Situation einer unkontrollierten Macht, die ununterbrochen neue Ohnmacht bei allen anderen erzeugt. Richistan kennt keine Arrangements mehr, die demokratisch genannt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Hans J\u00fcrgen Krysmanski hat mit seiner Umw\u00e4lzungswissenschaft unseren Blick auf Imperien, auf ihre Kriege, auf Richistan und ihre Geschichte ver\u00e4ndert \u2013 neugierig, sp\u00f6ttisch, lachend, skurril, charmant, klug, t\u00fcckisch, gebildet, nachdenklich und auf alle F\u00e4lle in Schwarz, meistens mit Rundgl\u00e4serbrille und manchmal als Irrl\u00e4ufer, in Cowboystiefeln, der durch alle Praxen, Theorien und Imaginationen zappte und surfte, die er kriegen konnte. \u201eUne autre fin du monde est possible\u201c stellte j\u00fcngst ein Nuit Debout-Graffiti richtig. Ein Ende ohne ein Vorleben in <a href=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/Krys-gr\u00fc\u00dft.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3301 alignleft\" src=\"http:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/\/Krys-gr\u00fc\u00dft-225x300.jpg\" alt=\"Krys gr\u00fc\u00dft\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Krys-gr\u00fc\u00dft-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Krys-gr\u00fc\u00dft.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>einem Imperium der Milliard\u00e4re w\u00e4re ein guter Anfang \u2013 auch f\u00fcr eine letzte Reise.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<pre>{Eine erweiterte Fassung ist in <a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de\/\">Z<\/a> 107 (September 2016, S.115-123) unter dem Titel \"The view from above - aber von unten.Hans J\u00fcrgen Krysmanski 1935-2016\" erschienen; ebenso in der Zeitschrift \"Das Argument\" (\"Hans J\u00fcrgen Krysmanski 1935-2016\" i.E.) sowie im \"Forum Wissenschaft\" 3\/2016 S.58-59 (\"Auf der letzten Reise: Hans-J\u00fcrgen Krysmanski (1935-2016)\" des BdWi.} Siehe auch \"Hans-J\u00fcrgen Krysmanski,1935-2016\" auf der <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/news\/42460\/hans-juergen-krysmanski-1935-2016.html\">Website <\/a>der Rosa Luxemburg Stiftung.<\/pre>\n<pre>Photos: Godela Linde.\r\nIn der \"Jungen Welt\" vom 05.07.2016 hat Bernd Dr\u00fccke einen <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-05\/049.php\">Nachruf <\/a>publiziert \"Krys ist tot\", <a href=\"https:\/\/www.wwu.de\/Soziologie\/personen\/krysmanski.shtml\">ebenso <\/a>am 30.6.2016 Nils Zurawski f\u00fcr das M\u00fcnsteraner Institut f\u00fcr Soziologie, der hierzu noch erg\u00e4nzende <a href=\"http:\/\/www.surveillance-studies.org\/2016\/06\/zum-tod-von-hans-juergen-krysmanski\/\">Bemerkungen <\/a>auf surveillance studies.org schrieb. Auch \"Soziologie heute\" hat einen <a href=\"https:\/\/soziologieheute.wordpress.com\/2016\/02\/12\/news-termine\/\">Hinweis <\/a>publiziert. Dietmar Wittich hat im \"Neuen Deutschland\" vom 6.7.2016 mit \"<a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1017786.grenzgaenger.html?sstr=Krysmanski\">Grenzg\u00e4nger<\/a>\" ein Gedenken an Hans-J\u00fcrgen Krysmanski geschrieben.In der w\u00f6chentlichen Kolumne auf Linksfraktion.de hat Sarah Wagenknecht am 19.07.2016 mit \"<a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/kolumne\/kritische-reichtumsforschung-dringend-wie-nie\/\">Kritische Reichtumsforschung - so dringend wie nie<\/a>\" an ihn erinnert.<\/pre>\n<pre>Die im Text erw\u00e4hnte <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/krysmanski\/\">PeaCon-Website<\/a>, die im letzten Jahrzehnt stark von Krys gestaltet wurde, ist mithilfe von Kollegen der Universit\u00e4t M\u00fcnster auf absehbare Zeit weiter zug\u00e4nglich.<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans J\u00fcrgen Krysmanski, am 27. Oktober 1935 in Berlin geboren, ist am 9. Juni 2016 gestorben. Vor zwei Jahren hat er verschmitzt mit seinem schmalen Die letzte Reise des Karl Marx \u00fcber ein Lebensende getextet, eine historische social fiction. Sein letztes Buch. Sein Leben lang zog er an vielen F\u00e4den des Endes des Kapitalismus, von &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/?p=3293\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eKrys, 1935-2016\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[104,29],"class_list":["post-3293","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-linke","tag-krysmanski","tag-usa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3293"}],"version-history":[{"count":30,"href":"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3352,"href":"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3293\/revisions\/3352"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rainer-rilling.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}