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attac ist zehn geworden!

der ungefähr erste geburtstagsgruß, den die rosa-l-s versandte, findet sich auf deren website:

Der Kapitalismus
unendliche Weiten, da, wo die
verrückten Kapitalisten wohnen.

Wir schreiben den 22. Januar 2010. Dies ist der Geburtstag der AbenteurerInnen des Netzwerks attac, das seit zehn Jahren unterwegs ist, um neue Welten, Zivilisationen und den ganzen Rest zu erfinden.

Sie sind dabei in Gegenden herumgekommen, von denen sie vorher keine Ahnung hatten: McPlanet und Porto Alegre und die Frankfurter Börse, eine „Deutsche“ Bahn und eine unaussprechliche attacademie, Fulda, das Fürstentum Liechtenstein und das Bundespressehaus. Und noch viel mehr.

Man könnte glauben, sie sind immer und überall, wo die verrückten Kapitalisten sind.
HA!

Aber – überall und immer wieder treffen auch wir da aufeinander und deshalb einen großen roten Geburtstaggruß von der RosaL-Stiftung!

Kapitalismuskritik heute

Unter dem Titel “Kapitalismuskritik heute. Zum Forschungsprogramm von Jörg Huffschmid” findet am 20.2.2010 von 10 bis 17 Uhr ein Kongress in der ver.di-Bundesverwaltung (Paul-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, ca. 6 Min. vom Ostbahnhof Berlin) statt. Tagungsbeitrag 20 €.

Zum Kongress zum Gedenken von Jörg Huffschmid tragen bei u.a. Axel Troost, Hans-Jürgen Urban, Dominique Plihon, Rudolf Hickel, Sven Giegold, Peter Lock, Norman Paech, Tobias Pflüger, Heide Gerstenberger, Elmar Altvater, Joachim Bischoff, Margit Köppen, Norbert Reuter, Lucas Zeise, Gerd Siebecke, Miren Etxezarreta, Marcia Frangakis, Borgit Mahnkopf, Tervor Evans, John Grahl, Frieder Otto Wolf, Diana Wehlau, Heinz-J. Bontrup, Horst Heininger, Gretchen Binus, Klaus Peter Kistker, Hermannus Pfeiffer, Herbert Schui, Jörg Goldberg, Frank Deppe, Dieter Klein, Rainer Rilling, Uwe Foullong, Helga Schwitzer.

Ein Flyer zur Veranstaltung ist hier zur Verbreitung erhältlich.

La bourgeoisie…neoliberal

einige notizen

über die fragmentierung der neoliberalen bourgeoisie und manche fluchtbewegungen

finden sich in mehring1

dem IfG-Blog.

Fahrenheit 451…2049

Heute ist Public Domain Day – jener erste Tag des Jahres also, an dem ständig neu das privateigentümliche Copyright auf Bücher und Text ausläuft.

James Boyle schildert am Beispiel von Bradburys 1953 erschienenem Klassiker Fahrenheit 451, wie es der Eigentumsfrage in den letzten Jahren so ergangen ist. …

US-Krise

Auf der Grundlage von Daten des Economic Policy Institute findet sich in einem Beitrag zum SolidarityEconomy.net folgende Übersicht (Stand 4.12.2009):

Number unemployed: 15.4 million (up from 7.5 million in December 2007)
Portion of official unemployed considered structural: 3.9 million
Portion of unemployed who have been jobless more than six months: 38.3%
Total jobs lost during the recession: 8.0 million
Jobs needed to return to pre-recession unemployment rate: 10.9 million
Number of job-seekers per job opening: 6.1
Unemployment rate: 10.0%
Underemployment rate: 17.2%;
Share of workers un- or underemployed: more than 1 in 6 States
States with double-digit unemployment in October, 2009: 15
White unemployment: 9.3%;
African-American unemployment: 15.6%;
Hispanic unemployment:12.7%
Manufacturing jobs lost since the start of the recession: 2.1 million (15.5% of sector’s jobs)
Construction jobs lost in the recession: 1.6 million (20.8%, nearly one in five construction jobs)
Mass layoffs (50 or more people by a single employer) in October 2009: 2,127;
jobs lost:217,182
Under- and unemployed, marginally attached and involuntary part-time workers: 26.9 million

Americans with no health insurance in 2008: 46.3 million
Annual Social Security benefit for average retiree: $13,922;
Share of older Americans receiving all their income from Social Security: more than 1 out of 4
Number of children in poverty in 2008: 14.1 million (over one-third)
Drop in real median income from 2007 to 2008: 3.6% (largest one-year drop since 1967)
Growth rate of nominal, hourly wages of production workers over the last three months:1.7%
Additional people covered by Medicaid/SCHIP in 2008: 3 million.

Ein trockenes Neues Jahr!

seh ich mal von der Kopenhagen – Gang ab.

Finally:

der winter kam

heute nacht

und mit ihm

meine stahlmeisen,

die allerdings

sehr

auf die probe gestellt

wurden

Jörg Huffschmid

Jörg Huffschmid ist am Samstag an Krebs gestorben.

Ein Nachruf ist hier zu lesen.

Bad Unis

Den finalen Zusammenhang von Finanzmarktkrise und Bachelor hat Jürgen Link in seinem Bangemachen-Blog gerade hergestellt. Das ist es.

Unemployment Map

Hier ein Hinweis auf eine sehr eindrücklich animierte Landkarte der Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den USA.

NYRB-Blog

Übrigens existiert mittlerweile ein interessantes Blog der New York review of Books.

Auf englisch ist nun eine überarbeitete und aktualisierte Fassung meines Beitrags aus dem von Mario Candeias, Katharina Weise und mir herausgegebenem Band: Krise der Privatisierung. Rückkehr des Öffentlichen. Reihe: Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung; Bd. 53, 192 Seiten, Broschur ISBN: 978-3-320-02182-5, 12.90 € als policy paper 5/2009 der RLS erschienen. Die Übersetzung besorgte Eric Canepa.

Finanzmarktkontrolle…

Jetzt kann eine Online-Petition für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer unterzeichnet werden: hier oder Website <https://epetitionen.bundestag.de/index.php Nötig sind schlappe 50 000 Unterschriften in drei Wochen, um eine öffentliche Anhörung zu erreichen!!

(TAZ 10.11.2009

Weitreichender Beschluss ist eindrucksvolles Bekenntnis zur Entwicklung der Produktivkräfte. Erhebliche Erleichterungen für kinderreiche Werktätige, Angehörige verstorbener Kapitalinhaber, Betreiber von produzierenden Werkstätten in Privatbesitz und gewerbliche Übernachtungseinrichtungen ab 1. Januar 2010 Continue Reading »

Ruinen der Industrie

Exzeptionell die Bilderreise von Marchand und Meffre durch die Industrieruinen von Detroit - und der DDR.

(grrr, BRD…]

last exit…

In 48 Stunden (!) kamen über 100 Blogs für die Linke zusammen – diese sehr nützliche liste baute roger: Continue Reading »

Herausgegeben von Olaf Gerlach, Marco Hahn, Stefan Kalmring, Daniel Kumitz, Andreas Nowak ist jetzt erschienen: Globale Solidarität und linke Politik in Lateinamerika, in der Reihe Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung als Bd. 58 im Berliner Karl Dietz Verlag 2009, ISBN 978-3-320-02196-2. Preis: 19.30 €. Der Band geht zurück auf eine Vorlesung 2006/7 und zusätzliche Beiträge. Zuweilen wahrlich schon lange her. Ein wenig gilt dies auch für meinen Text “…and increasingly quacks like an empire”: eine Annäherung an “Imperialität”. Der Text umkreist die vielen Vorstellungen von “imperial” und “Imperien”, die in der aufkommenden Krise der Administration Bush vielfach umstritten – und mittlerweile fast umstandslos zur Seite gelegt wurden. Bemerkenswert, wie flott auch linke Zeitgeister diesem Wunschdenken mittlerweile folgten.

Tracking Obama

Der Potus-Tracker in Sachen Obama ist bemerkenswert: handlich aufbereitet, vermittelt er eine Menge Informationen darüber, wer zu welcher Sache wann im Weissen Haus Kontakt zum Präsidenten hatte. – access. Das verhindert zwar keine Deep Throat, vermittelt aber doch einen Eindruck über Relevanzen von 893 erfassten “Events” (die 3800 Personen bestritten ) und ihre Entwicklung im Zeitablauf. Beispielsweise spielten Fragen der Immigration, Bildung, Wissenschaft oder Kriminalität in dieser Matrix der Kommunikation keine Rolle, es dominieren mit Abstand gerade mal drei Politikfelder: Außenpolitik, Ökonomie, die politische Maschine selbst. Mit Abstand folgen dann Militär, Gesundheit, Sozialpolitik.

District 9

lohnt sich absolut, spätestens wenn er im September hierzulande in die Kinos kommt – schon nur, weil er die Weltkulturen des Rassismus und der Science Fiction progressiv verknüpft. Rassistische SF gibts massig, aber faktisch antirassistisch gewendete SF ist echt die Ausnahme.

No, we didn’t

eine Art leicht depressive Fortschreibung meines Beitrags “Yes, we can?“  (als RLS-Standpunkte 13/2009) ist jetzt im ak 541 vom 21.8.2009 erschienen

“No, we didn’t. Aussichten der liberalen Obama-Administration“.

Auf dem Netz in erweiterter Form im mehring1-blog.

leseschlange1

Heute die 284 Seiten von

Dieter Segert: Das 41. Jahr. Eine andere Geschichte der DDR, Böhlau, Wien u.a. 2008

gelesen, denn es war klar: sie sind lesenswert. Der Text balanciert fruchtbar zwischen Analyse und Erfahrungsgeschichte, zuweilen fast zu ruhig und abgeklärt, die Turbulenzen der rasenden Umbruchszeit werden so verlangsamt, wirken nicht selten geglättet und sehr unaufgeregt. Diese Nüchternheit ist vielleicht der Preis für eine Unabhängigkeit, auf die Segert so Wert legt, denn sie beansprucht immer wieder sein Leben und seine Position nach diesem 41. Jahr und prägt seinen Blick zurück. Und dieser richtet sich auf die explosive Rolle der Intellektuellen im letzten Jahr der DDR, vor allem vieler linkspolitisch agierenden Wissenschaftsintellektuellen in der Humboldt-Universität und darüber hinaus, deren Zeitzusammenhang oft die Jahrzehnte überdauerte (die Eigentümlichkeit, dass in der Deutschen Demokratischen Republik nicht 7, sondern vermutlich höchstens 3 Kontakte nötig waren, um jeden zu kennen, kommt hier zuhilfe… ) und die politisch mehr bewirkten als viele zugereiste äußerst wichtige Abwicklungsrentner, die sich über das Hochschulsystem der DDR hermachten. Wer die seit Jahrzehnten dröhnenden Reminiszenzen der einschlägigen 68er nicht mehr sehen und hören kann, der kann sich bei dieser Lektüre erholen. Schließlich waren die Einen nahe an der Macht und am Ende weit entfernt von ihr, während die Anderen weit weg von ihr waren und sich am Ende in sie verwandelten, im Regelfall jedenfalls.

Bernie

Die Tage, wo in den USA die zentrale innenpolitische Offensive der Liberalen und Linken um die Gesundheitspolitik zusammenbricht, muntert der Bericht über Bernies town hall meeting dazu wirklich auf…

nd-lage

in eigener sache schreibt das nd, dessen verkaufte auflage auf 40 000 gesunken ist. wichtig.

luxemburg

die neue Zeitschrift der RLS ist fast da: http://www.zeitschrift-luxemburg.de/ – das erste Heft wandert in ein paar Tagen in den Druck und wird Ende August dann erscheinen.

Für den Staatsfisch!

Die Junge Welt vom 23.7.09 führte ein Gespräch mit Carsten Preuß, Initiator einer öffentlichen Petition gegen die Privatisierung von Gewässern – die zwar trotz großer Resonanz in den letzten Tagen – seit vorgestern kamen 7000 Unterschriften hinzu! – auf der Kippe steht, aber dazu beigetragen hat, dass der schleichende Verkauf von Seen vor allem in Ostdeutschland zunehmend ein Thema wird. Zwei Tage Zeit bleiben! Im Moment gibt es über 20 000 Unterschriften.

P.S.: ein Blick auf die verantwortliche Einrichtung lohnt sich…

PPS:  24. Juli (nach Fristablauf): Auch wenn mit 28 612 Unterschriften die eigentliche Zielsetzung deutlich verpasst wurde, mit 50 000 Unterschriften eine öffentliche Behandlung im Bundestagung zu erreichen, ist das Ergebnis dieser Unterschrifteninitiative ein großer Erfolg. Nicht nur gehört sie zu den wenigen Petitionen mit einer ungewöhnlich großen Resonanz, es hat sich auch gezeigt, dass eine solche Aktion in ganz kurzer Zeit eine außerordentliche Dynamik erreichen kann – vor allem wenn über elektronische Medien eine entsprechende Verbreitung erreicht werden kann! In der letzten Woche gab es täglich Tausende von Unterschriften, wobei der Petitionsserver des Bundestages offenbar überlastet war. Mit einiger Wahrscheinlichkeit kann man davon ausgehen, dass bei einer Fristverlängerung nur um eine Woche die 50 000 erreicht worden wären.

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