Eine „interaktive Deutschlandkarte“ hat die Hans-Böckler-Stiftung gebaut, über die Renteneintrittsalter und -höhe abgerufen werden und so die krassen Unterschiede verdeutlicht werden können – mit deutlichen Ost-West- und anderen regionalen Unterschieden.
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Am 17. Mai kommt Florian Opitz‘ Film „Der große Ausverkauf“ in die Kinos, der anhand einiger Geschichten die Politik der Privatisierung attackiert. Einer der ganz wenigen Versuche, eine der ganzen wenigen Hauptsachen zu treffen. Also Kino ist angesagt. Schließlich wird eben unsere Welt privatisiert.
Demografie & Nachhaltigkeit
Zur Publikation gab es Mitte letzten Jahres einige Präsentationen. Mittlerweile ist das Buch „Unterm Strich“ von den „Neu“- und „Aktuell“-Seiten des oekom-Verlages bereits wieder verschwunden und auf dem Weg in die mediale Vergessenszone. Wie lange die paar Schnupper-Leseproben des mitschreibenden Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung noch zugänglich bleiben wird man sehen. Die Zweitautoren des Instituts für Internationale und Europäische Umweltpolitik haben auf eine solche Anpreisung gleich verzichtet. Auch wenn die Unterzeile „Erbschaften und Erblasten für das Deutschland von morgen“ lautet, wäre eine solche Beerdigung wirklich verfrüht. Der von Volker Hauff und Günther Bachmann vom Rat für nachhaltige Entwicklung herausgegebene Band ist nüchtern und sehr verständlich geschrieben, wirklich informationshaltig und ein gutes Beispiel dafür, wie aus der empirisch gehaltvollen Beschreibung nicht nur Fragen, sondern auch Problemlösungen entwickelt werden. Aber eine Reihe von mitlaufenden Zielvorstellungen sind nicht bloß problematisch, sondern schlicht inakzeptabel. Worum geht es?
Copyleft
Furore macht gegenwärtig ein Beitrag von Anna Nimus [Joanne Richardson] mit dem Titel „Copyright, Copyleft and the Creative Anti-Commons“ (Dezember 2006), der einen konzentrierten Streifzug durch die Geschichte des Rechts am geistigen Eigentum macht, das Institut kritisiert, die Revolten gegen das Intellectual Property beschreibt, das Konzept des Copyleft skizziert und endlich eine Kritik des von Lawrence Lessig vorangetriebenen Creative Commons – Projekts unternimmt. {s.a. Kleiner und den elektronischen Reporter}. Ein konziser und radikaler Text, auch deshalb ungewöhnlich, weil er eine grundsätzliche Kritik an diesem Projekt formuliert: „Copyleft“ weiterlesen
2006 war ein gutes Jahr!
für die Jungs von Goldman Sachs und dem Rest der 170 000 Beschäftigten der fünf großen Investmentbanken der USA, zu denen noch Morgan Stanley, Merrill Lynch, Lehman Brothers und Bear Stearns zählen. Ihr Bonus in 2006 summierte sich auf 36 Milliarden Dollar, insgesamt strichen sie runde 60 Milliarden ein – etwa das Bruttosozialprodukt von Vietnam. Zu den regulativen wie klimatischen Prämissen solcher Zufriedenheit gehört sicherlich, dass in der Bush-Administration zahlreiche frühere Spitzenleute von Goldman Sachs arbeiten: Hank Paulson als Schatzmeister, William Dudley als Chef der Federal Reserve Bank von New York; Robert Steel als Undersecretary of Treasury; Reuben Jeffrey als Vorstzender der Commodity Futures Trading Commission und Randal Fort ist als Assistant Secretary of State for Intelligence and Research bei Condoleezza Rice und Joshua Bolten endlich ist der Chief of Staff des Weißen Hauses; Jon Corzine ist Gouverneur von New Jersey; John Thain gehört zum Spitzenpersonal der New Yorker Börse. Mario Draghi übrigens, auch von Goldman Sachs, ist Vorstandsvorsitzender der Bank von Italy.
Das klingt jetzt irgendwie verbissen, so am Neujahrstag? Ist es auch.
Auf die Gefahr hin,
dass dieses Blog zu einer blossen Ankündigungs- und Verweiszone mutiert, rasch der Link zu der Konferenz in Sachen Austromarxismus, die vom 15.-17.12. in Wien stattfindet. Eigentlich habe ich hier aus den üblichen Gründen (Opportunismus, Pluralismus, Multimarxismen usw.) auf die historische Kategorie „Marxismus“ verzichtet, aber hier wärs mal recht angemessen. Zugleich dank Walter Baier der Einstieg von transform.at ins linke Tagungsbusiness!
Öl & Geopolitik
Ungleichheit als Projekt
ist der Titel einer Konferenz, die vom BdWi organisiert wird. Es dürfte die interessanteste Tagung zum Thema Gleichheit / Ungleichheit werden, die seit Jahren hierzulande ausgerichtet wurde.
Ein anderes Wort für:
Kapitalismus?
“Radikalenfalle” (Ian Banks, Der Algebraist, München 2006, S.264).
Überhaupt einer der etwas fantasiereicheren SF.
Neoliberale Exzellenz
Was zählt im deutschen Uniexzellenz”wettbewerb”, der dieses Wochenende “entschieden” wurde?
1) der erste Gewinner will eine Privatuniversität werden
2) der zweite Gewinner will eine Unternehmensuniversität werden
3) der dritte Gewinner will ein Technologiekonzern werden.
Mitsamt den entsprechenden Wissenschaftsmaskierungen, versteht sich.
…alle Verhältnisse werden in Handelsausdrücken dargestellt…
“…alle Verhältnisse werden in Handelsausdrücken dargestellt, Nachfrage und Zufuhr, Begehr und Angebot, supply and demand, das sind die Formeln, nach denen die(se) Logik…das ganze menschliche Leben beurteilt. Daher die freie Konkurrenz in jeder Beziehung, daher das Regime des laissez-faire und laissez-aller in der Verwaltung, in der Medizin, in der Erziehung und bald wohl auch in der Religion.”
(Friedrich Engels, Die Lage der arbeitenden Klassen in England, MEW Bd.2, S.487f.)
Was wäre wenn…
fragte am Wochenende “Jamie” Galbraith auf einer Debatte in Brüssel – was wäre wenn die Lebenserwartung der Schwarzen in den USA jener der weißen Bevölkerung gliche? Das lässt sich ausrechnen. Weder Nixon noch Reagan wären gewählt worden. Nun klar – sie hätten dann vielleicht doch ganz anders … aber trotzdem…
Geldströme
Laut Weltbank (FR v. 7.9.06) schickten MigrantInnen 2005 ca. 232 Mrd $ nach Hause, davon gingen 167 Mrd $ in Entwicklungsländer. Die weltweite Entwicklungshilfe betrug in diesem Jahr 106,5 Mrd $.
9/11
Film “Press for Truth”, 84 Minuten
