Holloway zu Negri

Eine wenig bekannte Kritik Holloways an Negri, die insbesondere seine (und Hardts) Position zu Frage der Dialektik kritisiert – eine Kritik, die in der Auseinandersetzung um “Empire” zu Unrecht wenig behandelt wurde. Zu Recht weist H. darauf hin, dass “Empire” und “Multitude” abstrakt einander gegenuebergestellt werden. Allerdings hat die von Holloway reklamierte absolute Position des “No” auch nichts Dialektisches an sich. „Holloway zu Negri“ weiterlesen

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Krieg gegen den Terror – ein Witz

Dass sich hinter dem “Krieg gegen den Terror” diverse andere Dinge verbergen (Ressourcenkrieg, strategische Positionierung der USA als imperiale Globalmacht, Stärkung der amerikanischen Rechten als Hauptkraft der internationalen Rechten) ist bekannt. Daher wird der “Krieg gegen den Terror” als Vorwand genommen und erst gar nicht gefragt, welchen Effekt er eigentlich hat. Die New York Review of Books hat am 9.3.2006 danach gefragt, was denn eigentlich bei dem milliardenschweren Unternehmen bisher rausgekommen ist. Ein paar Ergebnisse: „Krieg gegen den Terror – ein Witz“ weiterlesen

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„Die Welt hat wieder Angst vor uns“

schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 2.7.2006 Michael Ashelm auf S.13 und zitiert damit Oliver Bierhoff, der das in einem Interview (”auf der nächsten Seite”) gesagt habe. Dieses Interview ist überschrieben:

“Die Welt hat wieder Respekt vor uns.”

Und was hat Bierhoff dort gesagt:

“Die Fußball-Welt hat wieder Angst und Respekt vor uns.”

Es kommt nicht so darauf an. Wir verstehn uns. Im Sommermärchen.

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Ungleichheit

Thomas Pogge:

“The statistics are horrifying. Out of a total of 6,373 million human beings (in 2004), about 1,000 million have no adequate shelter; 831 million are undernourished; 1,197 million have no access to safe water; 2,742 million lack access to basic sanitation; 2,000 million are without electricity; 2,000 million lack access to essential drugs; and 799 million adults are illiterate. About 170 million children between 5 and 14-years-old are involved in hazardous work (for example, in agriculture, construction, textile or carpet production); 8.4 million of them in the “unconditionally worst” forms of child labour, “defined as slavery, trafficking, debt bondage and other forms of forced labour, forced recruitment of children for use in armed conflict, prostitution and pornography, and illicit activities”. „Ungleichheit“ weiterlesen

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Instant Democracy

Angesichts der zunehmenden Menge von failed states darf das Projekt des pneumatischen Parlaments nicht in Vergessenheit geraten:

“The Pneumatic Parliament ist ein schnell installierbares, transparentes, aufblasbares Parlamentsgebäude, das im Gelände abgeworfen werden kann und sich dann selbst entfaltet. Innerhalb von eineinhalb Stunden lässt sich die schützende Hülle für parlamentarische Versammlungen herstellen.”

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Fantastic Metropolis: Fifty Fantasy & Science Fiction Works That Socialists Should Read

Es wird Zeit, China Mievilles Empfehlung vom Januar 2002 wieder in Erinnerung zu rufen – schließlich wird immer deutlicher, dass ganz im Unterschied zur deutschen SF die britische SF auf den Neoliberalismus (sicher: nicht der Kohl-Schröder-Fischer-Variante, sondern der Dame Thatcher) mit einem im Genre völlig ungewöhnlichen und geradezu einmaligen Linksschwenk reagiert hat: “Fantastic Metropolis – Fifty Fantasy & Science Fiction Works That Socialists Should Read“. Die neueren Texte von China Mieville, Charles Stross oder Ken McLeod gehören natürlich dazu.

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Wahlen

Die zentralen Medien und die Bundesregierung heben die Bestätigung der großen Koalition (angesichts der Bildung einer solchen in Sachsen-Anhalt) und der Amtsinhaber “von links” (Rheinland-Pfalz) und “rechts” (Baden-Württemberg) hervor. Als erster Wahlgewinner kann aber klar die CDU gelten, deren Verluste in Rheinland-Pfalz trotz des miserablen Spitzenkandidatens begrenzt war; die SPD hat dort nur geringfügig hinzugewonnen, dramatisch dagegen der Einbruch der SPD in Baden-Württemberg, wogegen die CDU sich vergleichbar mit der SPD in Rheinland-Pfalz stabilisierte, ebenso in Sachsen-Anhalt. In Hessen hat die CDU die SPD weiter geschwächt. In der Konsequenz hat sich in der großen Koalition im Bund das politische Stärkegewicht weiter zur CDU verschoben und die SPD wurde weiter geschwächt, zumal die Landes-SPD in Sachsen-Anhalt, die nun in die Regierung eintreten wird, kaum noch als “Junior”partner gelten kann – sie ist nicht ganz so schwach wie die Regierungs-SPD in Sachsen. Aber fast.
Wie steht es mit der Linken? „Wahlen“ weiterlesen

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