Das ist übrigens die Häufigkeitsverteilung der Wörter im „Manifest der Kommunistischen Partei“ von Karl Marx und Friedrich Engels. Wohin das führt, hat Stephan Kaufmann erläutert. thanx to wordle.
DDR-Pix
Sie ist lebendig, eine der schrapnellisierten Kulturpraxen der DDR: die Fotografie. Das hat natürlich mit der DDR zu tun: wenn der Blick stimmte, dann kommt die Geschichte zurück. So auch in der Flickr-Sammlung von Lutz Schramm.
We don`t do empire
Mit Dieter Boris ist nunmehr der letzte „68er“ aus dem alten Kreis des SDS aus dem Fachbereich 03 der Universität Marburg emeritiert und zugleich expediert worden. Die emsige Endmoräne der ersten Generation der Marburger „Marburger Schule“ ist – was die Institution angeht – nunmehr erfolgreich vaporisiert worden. Aber naja, noch ist nicht aller Tage Abend!
Anne Tittor und Stefan Schmalz haben dankenswerterweise einen Dieter gewidmeten Sammelband initiiert, der ihm letzte Woche zu seiner Abschiedsvorlesung überreicht wurde. Er heisst „Jenseits von Subcommandante und Hugo Chavez. Soziale Bewegungen zwischen Autonomie und Staat“ und ist erschienen im VSA-Verlag (Hamburg 2008, 254 Seiten), in dem Dieter viel publiziert hat.
Darin findet sich auch ein Text von mir: „We don`t do empire“ (S.232-243), der sich mit der Frage des Empire, in Sonderheit des US-Empire befasst.
Remix der Eigentumslandschaft
Die „Vorgänge„, die Zeitschrift der Humanistischen Union, haben als Heft 2/2008 ein sehr lesenswertes Themenheft zur Frage „Die Aufgabe des Staates“ herausgegeben, u.a. in Beiträgen von Stephan Leibfried, Gunnar Folke Schuppert, Siegfried Broß, Berthold Vogel und Birger Priddat sowie Thomas Gerlinger und Werner Rügemer.
Dort findet sich auch ein Beitrag von mir: „Remix der Eigentumslandschaft. Die Privatisierungspolitik resultiert aus der Dynamik der Finanzmärkte“ (S.100-112).
Die Stiftung GegenStand
hat sich nun endlich eine eigene Website in Form eines Blogs zugelegt und wird dort zukünftig über ihre Aktivitäten informieren.
Eine Frage der Gewalt
Die Frage der Gewalt zerreißt die Linke wie kaum etwas anderes. Zuletzt hat es Heiligendamm gezeigt. Die Linke kämpft für eine Gesellschaft ohne Gewalt und Krieg und sie trägt zugleich eine Tradition schrecklichster Formen der Gewalttätigkeit mit sich. Ihre Verweise auf die Macht der Gewalt und die Gewalt der Macht sind stichhaltig. Doch wie darauf reagieren? Mit der strategischen Position der Militanz? Radikaler Gewaltfreiheit? Einem linken radikalen Pazifismus? Einer Gewaltpraxis revolutionären Widerstands? Die eine Frage der Gewalt zerfällt rasch in viele Fragen und in noch mehr Antworten der Linken – und, nicht selten, in politische Spaltungen und tiefe Unversöhnlichkeit. Viele halten die Mühen der Gewaltfrage nicht mehr aus und verlassen das linke Lager. Andere nehmen eher leichte Wege: tabuisieren die Widersprüche, flüchten in politische Phraseologie oder den bequemen Opportunismus eines wohlfeilen liberalen Verbalpazifismus. Doch vor den ungezählten Schwierigkeiten der Frage der Gewalt darf nicht kapituliert werden, es müssen politisch bestandsfähige Antworten gefunden werden. Benötigt werden Kulturen und Vorschläge, die radikal sind und nicht so einfach zusammenkommen.
Eine Frage der Gewalt. Antworten von links. Von Rainer Rilling (Hrsg.). Reihe: Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung; Bd. 49 140 Seiten, Broschur, ISBN 978-3-320-02157-3. Mit Beiträgen vonRainer Rilling, Wolf-Dieter Narr, Christine Buchholz, Katja Kipping, Christoph Kleine, Bernd Hüttner, Einige autonome (ex-)StipendiatInnen, Peter Wahl, Conny Hildebrandt, Patrick Bond, Ruth Frey, Manfred Lauermann, Thomas Seibert, Michael Brie. Im „Neuen Deutschland“ vom 11.Juli ist eine Besprechung von Gerhard Hanloser erschienen, auf die auch Mitautor Bernd Hüttner dankenswerterweise im Linkslog aufmerksam gemacht hat. Der Band ist für 9.90 € käuflich und als PDF im Volltext zugänglich.
Linksnet
ist sehr aufgefrischt!
